EPV-Logo
Volltext-Suche
 
  EPV-Logo   EPV-online  
      Das Online-Magazin für Bayern   Sitemap       Kontakt        Home  
             

» zu den neuen Seiten des EPV (www.epv.de)



 

Fernsehsendungen im Dezember


Sie möchten regelmäßig und umfassend über kirchlich relevante Beiträge in Fernsehen und Hörfunk informiert werden? Bestellen sie "Kirche & Kommunikation" und erhalten damit das bundesweite Fernseh- und Radioprogramm zu Kirche und Religion per Post oder E-Mail. "Kirche & Kommunikation" ist das Themenheft zu Medienpolitik, Internet, Kommunikationsszene und kirchlicher Publizistik und erscheint monatlich.

Weitere Publikationen finden Sie in unserer Bestellecke.



Sie nennen mich "Smiley" | Aids-Waisen finden zurück ins Leben | 1. Dezember, 18.00 Uhr, 3sat

Von den fünf Millionen HIV-positiven Südafrikanern sind 1,8 Millionen Kinder. Eines dieser Kinder ist Zanele, die von ihrer Mutter ausgesetzt, von Fremden aufgenommen und dort vergewaltigt wurde. Seitdem ist Zanele HIV-positiv. Nur ihr Glaube lässt die 17-Jährige nicht verzweifeln: "Meine Freunde nennen mich Smiley", sagt Zanele, "denn sie haben mich noch nie traurig oder wütend erlebt. Nach außen lächle ich, denn ich kann nicht immer zeigen, wie es in mir aussieht." In dem katholischen Kinderheim St. Philomenas in Durban hat Zanele eine neue Heimat gefunden. Mit Spendengeldern des deutschen Hilfswerks "Missio" werden hier Aids-Waisen betreut und an Pflegefamilien vermittelt. Die Dokumentation von Dorothee Luther begleitet das Mädchen durch ihren Alltag.

delta. Tod Sicher? Sterbegleitung in Deutschland | 1. Dezember, 21.00 Uhr | 2. Dezember, 14.00 Uhr, 3sat

Der Plan der Schweizer Sterbehilfe-Organisation Dignitas, auch in Deutschland eine Zweigstelle einzurichten, hat bei Politikern, Juristen und den Kirchen großen Protest ausgelöst. Das Justizministerium Niedersachsen leitete die Prüfung rechtlicher Schritte ein. Allen berechtigten Einwänden zum Trotz zeigt die hitzige Diskussion vor allem eines: Die Deutschen wollen sich nicht mit dem Sterben auseinandersetzen. Dabei hätten sie allen Grund, dies in umfassender Weise zu tun. Denn mit der steigenden Lebenserwartung wächst auch die Anzahl pflegebedürftiger Menschen und tödlicher Erkrankungen. Das Sterben kann jedoch durch die Entwicklung der modernen Medizin immer weiter hinausgezögert werden – notfalls auch gegen den Willen der Betroffenen. Eine langfristige palliativmedizinische Perspektive ist daher mehr als nötig. Die Tatsachen sprechen allerdings eine andere Sprache. In Deutschland, einem Entwicklungsland in Sachen Palliativ- und Schmerzmedizin, kommen neuen Zahlen zufolge neun Betten für palliativmedizinische Betreuung auf eine Million Einwohner. Auch die Ausbildung der Ärzte ist bislang unzureichend auf Sterbebegleitung ausgerichtet. Das "Grundprinzip Leben", das vor allem von den Kirchen hochgehalten wird, scheint absoluten Vorrang zu haben. Der Wunsch, selbstbestimmt und in aller Freiheit sterben zu wollen, wird dabei ausgeblendet. Wie kann dieser Missstand behoben werden? Lässt er sich überhaupt beheben, ohne Grundwerte außer Kraft zu setzen? Ist es möglich, ethische und juristische Standards für die Sterbebegleitung zu entwickeln? Diese und andere Fragen diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen

Horizonte. Gott im Knast | Eine Reportage aus dem Jugendstrafvollzug von Galina Breitkreuz | 3. Dezember, 17.00 Uhr | 4. Dezember, 11.30 Uhr, HR

Er macht eine Malerlehre, spielt leidenschaftlich gern Gitarre - und geht jeden Sonntag in die Kirche. Allerdings tut er dies nicht in seiner Heimatgemeinde, sondern seit drei Jahren hinter Gittern: in der Jugendstrafvollzugsanstalt Rockenberg in Hessen. Johann hat einen Menschen getötet - ein Verbrechen, das mit der Jugendhöchststrafe geahndet wird. Seine Familie, Sinti und Roma wie er selbst, hält zu ihm und kommt ihn regelmäßig besuchen. Dies sind die wenigen Höhepunkte im streng reglementierten Knastalltag. Chatur stammt aus Armenien; seine Familie kann ihn nicht besuchen, er weiß nicht einmal mehr, ob sie noch lebt. Glaubt man seiner Geschichte, so ist der christlich erzogene Armenier aus Aserbeidschan geflüchtet, als seine Familie aus politischen Gründen verhaftet wurde. Illegal in Deutschland kam er schnell mit dem Gesetz in Konflikt. Räuberische Erpressung brachte ihn für zweieinhalb Jahre nach Rockenberg. Er ist dort so etwas wie "Chef" seiner russischen "Landsleute". Sie vertrauen ihm und achten seine Aufrichtigkeit. Chatur selbst vertraut allerdings im Knast bedingungslos nur einem einzigen Menschen: Josef Rüssmann. Seit 26 Jahren arbeitet dieser Mann als katholischer Pfarrer in der JVA Rockenberg. Nur gegenüber dem Gefängnispfarrer sind die jungen Häftlinge bereit, sich zu öffnen: dann sprechen sie auch über ihre Ängste, über die Ängste vor dem zukünftigen Alltag außerhalb des Knast-Reglements, den sie oft noch viel mehr fürchten als die Einsamkeit in der Zelle. Immer wieder sprechen die Häftlinge auch über Gott, so erlebt es Josef Rüssman selbst bei hartgesottenen Knackis. Chatur glaubt daran, dass allein Gottes Beistand ihm geholfen hat, die Zeit im Knast zu überstehen. So richtig getauft wurde der christlich erzogene Chatur als Kind nicht. Doch nun will er endlich zur Kirche dazu gehören. Lange hat er dem Gefängnispfarrer in den Ohren gelegen, ihn endlich zu taufen. Doch Pfarrer Rüssmann ließ sich so schnell nicht beirren und prüfte den Kandidaten. Schließlich ist der große Tag da, und Chatur wird in der Gefängniskirche von Rockenberg im Beisein seiner Mithäftlinge und Wärter getauft. Johann wird dabei dem Pfarrer als Meßdiener assistieren, und mitfeiern werden auch einige Moslems, die mit Chatur hier im Knast befreundet sind.

Hof mit Himmel: Gott vertrauen | 4. Dezember, 11.00 Uhr, Das Vierte

Eigentlich müsste er seit elf Jahren tot sein. Im April 1994 sieht Ingmar Niederkleine sich im Angesicht des Todes. Die Ärzte vermuten einen Tumor in der Bauchspeicheldrüse. Er gerät in Panik. Was hilft? Gott? Er erinnert sich an das "Vater unser", doch beim stillen Gebet stockt er bei dem Satz "Dein Wille geschehe". Kann das sein? Kann Gott seinen Tod wollen? Er muss sich entscheiden: Ingmar Niederkleine beginnt ohne jeden Beweis Gott zu vertrauen - für ihn ist das nur logisch. Über sein neues Gottvertrauen berichtet er in der Fernsehsendereihe "Hof mit Himmel" des Evangeliums-Rundfunks (ERF) in Wetzlar.

Gott und die Welt: Mein Kind ist rechts | Radikale Jugendliche, ratlose Eltern | 4. Dezember, 16.30 Uhr, | 6. Dezember, 10.15 Uhr, WDR

Oft dauert es eine Weile bis die Eltern merken, was los ist: wenn der Sohn gegen Ausländer schimpft, wenn er rechte Musik hört, wenn die Haare immer kürzer werden. Jugendliche, die sich der rechten Szene zuwenden, kommen meist aus ganz normalen Familien. Für die Eltern bricht dann eine Welt zusammen. Sie geraten in einen Strudel von Hilflosigkeit und Schuldgefühlen und dem einsamen Kampf gegen die Radikalisierung des eigenen Kindes. Am Beispiel zweier Familien, einer aus Deutschland-Ost, einer aus Deutschland-West, zeigt der Film, wie Eltern und Geschwister damit umgehen, wenn einer in der Familie in die rechte Szene abdriftet. Wie tragen sie den Konflikt aus? Was versuchen die Betroffenen, um den Jugendlichen wieder "zurückzuholen"? Und wie gehen sie damit um, wenn das nicht gelingt?

Gott und die Welt: "Haste was, biste was?" | Wenn der Wohlstand bröckelt | 4. Dezember, 17.30 Uhr, ARD

Wenn der Wohlstand bröckelt, ist das nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Waren bisher eher die unteren sozialen Schichten betroffen, verlagern sich mit der veränderten Wirtschaftslage nun auch spürbare Einschnitte in die Mittelschicht. Hier ist das Thema mit großer Scham besetzt. Insbesondere Schulen stehen dem Problem hilflos gegenüber. Eltern schweigen. Wenn der Wohlstand bröckelt, ist das ein Makel und es bedeutet Ausgrenzung. Wer will schon zugeben, dass er das Schulgeld oder die Klassenfahrt nicht mehr bezahlen kann? Kinder und Jugendliche wollen erst recht nicht mit Armut in Verbindung gebracht werden. Sie wollen als normal gelten und dazugehören. Nicht mehr so viel zu haben wie die anderen, ist peinlich. Wer arm ist, gilt als Versager und fühlt sich auch so. Der Film von Christel Sperlich begleitet Familien, die den Mut finden zu sprechen: über ihr Leben, ihre Vorstellungen von Arm und Reich, ihre Werte, über Freundschaft und Ausgrenzung, Verzicht und Teilen.

37°: Waisenkinder | Wenn Eltern früh sterben | 6. Dezember, 22.15 Uhr, ZDF | 15. Dezember, 18.00 Uhr, 3sat

Der Verlust der Eltern ist für Kinder und Jugendliche ein traumatischer Schock. Je nach Alter und Persönlichkeit reagieren sie mit Hilflosigkeit, Trauer, Wut und Rückzug. Zutiefst verunsichert, können sie die Situation oft kaum verarbeiten. In Deutschland gibt es bis auf wenige ehrenamtliche Einrichtungen keine professionelle Hilfe für Waisenkinder. Der Film von Norbert Buse zeigt an mehreren Beispielen, wie schwer es für Waisenkinder ist, mit ihrem Schicksal fertig zu werden.

Stationen: Der Bruder des Papstes | Georg Ratzinger, der Glaube und die Musik | 7. Dezember, 19.30 Uhr, BR

Georg Ratzinger ist der ältere Bruder von Joseph Ratzinger. Beide Brüder wurden am gleichen Tag zum Priester geweiht. Während Georg Ratzinger auf dem Feld der Kirchenmusik erfolgreich war und schließlich als Domkapellmeister in Regensburg Dirigent der weltbekannten "Regensburger Domspatzen" wurde, machte Bruder Joseph eine theologische und kirchliche Karriere. Als Joseph Ratzinger am 19. April 2005 zum Papst gewählt wurde, war Bruder Georg zunächst geschockt. Inzwischen kann er sich sogar darüber freuen, auch wenn es schon etwas Besonderes ist, plötzlich Papst-Bruder zu sein. Beide Brüder haben ihr Leben lang eine intensive Beziehung gepflegt, zeitweise miteinander gewohnt und viele Urlaube zusammen verbracht. Diese Tradition versuchen sie fortzusetzen. Den letzten Urlaub verbrachte Georg Ratzinger erstmals in Castelgandolfo. Und wenn Georg Ratzinger zu Hause in Regensburg ist und der Papst etwas Heimweh hat, dann ruft er eben einfach einmal kurz an.

Aufbruch in St. Peter | Was bleibt vom Konzil? | 7. Dezember, 22.30 Uhr, ARD

Mit der Wahl Joseph Kardinal Ratzingers zum Papst Benedikt XVI. wurde nicht nur für viele Katholiken eine Frage besonders aktuell: Wie wird dieser weithin als konservativ geltende Kirchenfürst mit dem Erbe des Zweiten Vatikanischen Konzils umgehen, mit dem vor 40 Jahren die katholische Kirche in eine neue Zeit aufzubrechen schien. Wird er versuchen, die Zeit wieder zurückzudrehen, Entwicklungen zu stoppen oder sogar rückgängig zu machen? Oder ist sein überraschendes Treffen mit dem katholischen Theologen Hans Küng nicht doch eher ein Zeichen für neue Reformbereitschaft: Beide hatten als Berater deutscher Konzilsväter zwischen 1962 und 1965 ja den Aufbruchsgeist wesentlicher Konzilstexte mitgeprägt. Fast auf den Tag genau 40 Jahre nach dem feierlichen Ende des Konzils erzählen Bernd Seidl und Wolfgang Rommel in ihrer Dokumentation, mit welchem Eifer und mit welchen Visionen die mehr als 2.000 Kardinäle, Bischöfe und Ordensobere der katholischen Welt ihre Kirche bewegen wollten. Bei ihren Recherchen sind sie auf privates, bisher unveröffentlichtes Super-8-Material gestoßen: Szenen aus der üblicherweise für Fernsehkameras geschlossenen Konzilsaula im Petersdom. Mit Hilfe von an Originalschauplätzen in Rom gedrehten Spielszenen lassen die Autoren für die Zuschauer den Konzilsalltag wieder aufleben. Sie laden ein zu einer Zeitreise, die die Stimmung in der Ewigen Stadt neu spürbar macht, die vor 40 Jahren den 'Aufbruch in St. Peter' begleitete.

37°: Abenteuer Internat | Bewährungsprobe für Rebecca und Gerrit | 8. Dezember, 18.00 Uhr, 3sat

Die elfjährige Rebecca und der 16-jährige Gerrit kommen ins Internat. Für sie beginnt eine aufregende Zeit zwischen Heimweh, Schulstress, kleinen und großen Erfolgserlebnissen. Eine Zeit, die nicht leicht ist, denn es heißt, sich einzufügen in die festen Regeln einer Gemeinschaft, Verantwortung zu übernehmen, den Lernanforderungen der Schule und den Erwartungen der Eltern gerecht zu werden. Der Film von Uli Schenk begleitet die beiden Kinder auf ihrem manchmal harten Weg in die Selbstständigkeit.

Ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr | Lust und Leidenschaft in den Religionen | 8. Dezember, 22.35 Uhr | 11. Dezember, 8.00 Uhr, MDR

Weihnachtsmelodien erklingen, der Duft von Bratäpfeln, Zuckerwatte und Glühwein liegt in der Luft. Menschenscharen drängen sich unter der Weihnachtstanne und am Riesenrad und an Verkaufsständen werden weihnachtlicher Schmuck, Christstollen und Töpferwaren angeboten. Ein gewöhnliches Bild in der Adventszeit auf dem Weihnachtsmarkt - auch in Erfurt. Im Schatten von Mariendom und Severikirche schlendern die Besucher gemächlich über den stimmungsvoll geschmückten Domplatz. Aber wie denken die, die dort arbeiten über Weihnachten? Bleiben für den Karussellbetreiber, den Pfefferkuchenbäcker und den "Dienst habenden" Weihnachtsmann einige wenige Minuten, um inne zu halten und an die Botschaft der Weihnacht zu denken? Oder ist alles nur Geschäft? Eckhard Garczyk begibt sich in den Festrummel, begegnet Menschen auch hinter den Kulissen und er fragt nach, ob hinter Lautsprecherschall und Glühweindunst vom vorweihnachtlichen Zauber noch etwas erhalten bleibt.

Hof mit Himmel: Nachricht von Gott | 10. Dezember, 11.00 Uhr, Das Vierte

Er ist überzeugter Anarchist. Den Staat auszunutzen ist für Matthias Fengler selbstverständlich. Er überfällt eine Sparkasse und bringt das erbeutete Geld auf seinen Reisen durch. Zurück in Deutschland führen seine Freunde längst ein bürgerliches Leben. Er aber lebt als Obdachloser auf der Straße. Körperlich und seelisch am Ende, findet er eine vergessene Bibel, die zur Wende führt. Heute arbeitet er als Pfleger, hat Familie und sagt: "Der Bibel verdanke ich ein völlig neues Leben". Davon erzählt er in der Fernsehsendereihe "Hof mit Himmel" des Evangeliums-Rundfunks (ERF) in Wetzlar.

Horizonte. In Gottes Namen Sex! | Lust und Leidenschaft in den Religionen | 10. Dezember, 17.00 Uhr |11. Dezember, 11.30 Uhr, HR

Wir tun es alle - und doch tun wir uns damit auch immer wieder so schwer: die Rede ist vom Sex. Begierde und Angst, Lust und Leid, Hemmungslosigkeit und Verbote - dies alles kennzeichnet unser zwiespältiges Verhältnis zur angeblich "schönsten Nebensache der Welt". Denn seit dem Rausschmiss aus dem Paradies hat der Mensch so seine Schwierigkeiten, Sex als reines Vergnügen zu betrachten. Während die griechischen Götter Sexualität als sinnliches Erlebnis propagierten und praktizierten, verbannen die drei abrahamitischen Religionen sie hinter Schlafzimmermauern. Ob Judentum, Christentum oder Islam - Sex um seiner Selbst Willen gilt als Sünde, Geschlechtsverkehr ein Akt im Dienste der Fortpflanzung, zu praktizieren ausschließlich in ehelichen Schlafzimmern. Sexuelle Lust, vor allem die sexuelle Selbstbestimmung der Frau, Homosexualität passen nicht ins Schema. "Horizonte" erkundet die Sexualmoral der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Die Sendung berichtet über Menschen, deren privates Sexualleben von der religiösen Sexualmoral beschnitten wird, und fragt nach: Warum ist den Religionen die Lust am Sex so verdächtig? Hat die Sexualmoral der Religionen heute noch einen Einfluss auf die gelebte Sexualität der Menschen? Gäste im Studio sind die ehemalige Sex-Talkerin Erika Berger und die Religionswissenschaftlerin Ruth Lapide.

Ehre - Stolz – Scham | Islam im Kiez | 10. Dezember, 18.02 Uhr | 12. Dezember, 11.30 Uhr, rbb

Machos reden abfällig vom "Hurentreff”. Denn im MaDonna ist erlaubt, was sonst verboten ist. Lust an der Bewegung zum Beispiel. Hiphop-Training schon für die Jüngsten. Für kleine Araberinnen ist das eigentlich "haram”, also sündig. Am Berliner Falkplatz, mitten zwischen quadratischen Betonblöcken, predigt Gabi Heinemann unablässig Selbstständigkeit. Und zwar denen, die davon zu Hause kaum etwas hören: Jungen Mädchen und Frauen aus türkischen oder arabischen Familien. Gabi Heinemann leitet den Mädchentreff MaDonna. "Wir haben ein Problem, und das heißt ‚Islam’. Ein Islam, der Frauen und Mädchen unterdrückt." In der Kuschelecke für Teenager reden Mädchen über Themen, die zu Hause tabu sind. Sexualität, Freiheit, Selbstbestimmung, Frauenrechte. Gezielte Projektarbeit zu Themen wie Ehre – Stolz – Scham kratzen an althergebrachten islamischen Vorstellungen. Wie die Postkarte: "Ehre ist, für die Freiheit meiner Schwester zu kämpfen”. Für solche Aktionen haben auch junge Muslime Zutritt im Mädchentreff. MaDonna – ein Stachel im Fleisch einer Parallelwelt, in der die islamische Leitkultur immer mehr die Köpfe beherrscht.

Gott und die Welt: Mitbestraft | Wenn Papa im Knast sitzt | 11. Dezember, 17.30 Uhr, ARD

Im Januar 2001 wurde Mike H. zu fünf Jahren Haft verurteilt. Seine Spielsucht hatte aus ihm zunächst einen Dieb, dann einen Brandstifter und Versicherungsbetrüger gemacht. Für seine Frau Silke kam das dramatische Ende völlig überraschend: An einem Abend stand die Polizei vor der Tür, nahm Mike fest und durchsuchte die Wohnung. Was ihm vorgeworfen wurde, erfuhr sie erst später aus der Zeitung. Tagelang ging die Geschichte durch die Presse. Silke hatte das Gefühl, dass sich jeder in dem kleinen sächsischen Ort nach ihr umdrehen würde. Mike hat mittlerweile den größten Teil seiner Strafe im Chemnitzer Strafvollzug abgesessen, hat sich wegen seiner Spielsucht einer Therapie unterzogen und ist fest entschlossen, nach der Entlassung mit seiner Familie ein neues, besseres Leben anzufangen. Silke war 30 Jahre alt, als ihr Mann inhaftiert wurde. Von einem Tag auf den anderen musste sie die Verantwortung für die drei kleinen Kinder und den Lebensunterhalt der Familie übernehmen. Trotz aller Wut und Enttäuschung über den Verrat ihres Mannes, besucht sie Mike alle zwei Wochen in Chemnitz und sorgt dafür, dass die Kinder den Kontakt zum Vater nicht verlieren. Der Film begleitet Mike und Silke während eines Jahres, beschreibt Silkes Alltag mit den Kindern und Mikes Leben im Gefängnis. Er dokumentiert, wie Silke selbständiger und kritischer wird, wie sich die Erwartungen und Vorstellungen der Eheleute unterschiedlich entwickeln und wie die Kinder ohne den Vater zurechtkommen.

37°: Erwischt | Wenn Stehlen zum Zwang wird | 13. Dezember, 22.15 Uhr, ZDF | 22. Dezember, 18.00 Uhr, 3sat

Waren im Wert von ungefähr drei Milliarden Euro werden jährlich gestohlen: Lebensmittel, Bekleidung, Elektronikartikel, Parfüm. Meistens sind die Täter weiblich, viele von ihnen sind krank. Sie leiden an Kleptomanie – dem Zwang zu stehlen. Kleptomanie wird vor Gericht selten als Krankheit anerkannt. "Erwischt – wenn Stehlen zum Zwang wird" lässt Menschen zu Wort kommen, die alle gestohlen haben, erwischt wurden und mehrfach verurteilt worden sind: zu Geld-, Bewährungs- oder Haftstrafen.

Menschen unter uns: Ein Tag mit Paul Vincent | 13. Dezember, 23.00 Uhr, SWR

Ein Stück weit Musikgeschichte schreiben und auf großen Bühnen stehen, umjubelt von Fans, davon handeln viele Träume junger Musiker. Einer, der diesen Traum verwirklichen konnte, ist Paul Vincent Gunia. Er spielte, komponierte und produzierte für viele Stars wie Freddie Mercury, Sting, Eric Burdon, Meatloaf - um nur einige zu nennen. Am bekanntesten ist er aber als musikalischer Weggefährte, Produzent und Komponist von Schwabenrocker Wolle Kriwanek. Über 28 Jahre lang stand er mit ihm auf der Bühne. Heute schreibt Vincent Filmmusiken und tourt mit seinen verschiedenen Bands. Besonders wichtig sind ihm seine Auftritte mit "Vincent". Gemeinsam mit seiner Frau Mono macht er hier Musik, die den tief verwurzelten Glauben von beiden widerspiegelt. "Make love, not war" - die Botschaft der Sechziger, in denen Vincent musikalisch durch Hendrix und die Beatles geprägt wurde, ist für ihn eine christliche Botschaft. In "Ein Tag mit Paul Vincent" begleitet Reporter Andreas Malessa und ein SWR-Team die Rocklegende und seine Frau beim Musikmachen, Komponieren und Produzieren, erzählt von Erlebnissen mit den größten Stars der Musikbranche und endet mit "Die heilige Nacht" musikalisch.

Stationen: Auf dem Weg zum Papst | Unterwegs mit den Regensburger Domspatzen | 14. Dezember, 19.30 Uhr, BR

Am 22. Oktober gaben die Regensburger Domspatzen unter der Leitung von Domkapellmeister Roland Büchner ein Konzert für Papst Benedikt XVI. in der Sixtinischen Kapelle des Vatikan-Palastes. Auch Georg Ratzinger, der Bruder des Papstes, der selbst lange Zeit die Regensburger Domspatzen leitete, hörte zu. Papst Benedikt XVI. sagte in seiner Ansprache, er habe sich während der Aufführung in seine Regensburger Jahre zurückversetzt gefühlt – "in die schönen Zeiten, als ich durch meinen Bruder selber ein wenig in die Familie der Domspatzen hineinwachsen durfte". Die Kollegen aus der Redaktion "Sonderprojekte" haben die Regensburger Domspatzen auf diesem nicht alltäglichen Familienausflug begleitet.

Engel | Die Rückkehr der Himmelsboten | 16. Dezember, 00.00 Uhr, ARD

Kann man Engel filmen? Eine Frage, die sich Reporter Wolfgang Luck im Lauf seiner Recherchen mehrmals stellen musste. Immerhin trifft er immer wieder auf Menschen, die sich ganz sicher sind, dass sie ihren Schutzengel sehen und mit ihm sprechen können. Ein Hausschuhfabrikant aus Heidelberg berichtet, wie sein Schutzengel bei einem Unfall das Lenkrad seines Autos übernimmt, eine esoterische Lebenshelferin schickt gestresste Großstadtmanager gleich gruppenweise auf Körperreise zu den Engeln und ausgerechnet Elisabeth Noelle-Neumann, die 88-jährige Grand Dame der deutschen Demoskopie, beschreibt, wie sie Engel als Lichtkegel wahrnimmt und wie ihr Engel die Angst vor dem Sterben genommen haben. Engel, so scheint es, sind allgegenwärtig, und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Längst hat ein "Ganzjahresengelsboom" das Land erfasst.

Horizonte. Weihnachten kocht der Bischof | Kulinarisches und Besinnliches vom Limburger Weihnachtsmarkt | 17. Dezember, 17.00 Uhr | 18. Dezember, 11.30 Uhr, HR

Liebe geht durch den Magen. Zum Fest der Liebe präsentiert "Horizonte" am Vorabend des 4. Advents ein festliches Weihnachtsprogramm mit dem dazugehörigen Weihnachtsgericht - zubereitet auf der hr-Bühne des Limburger Christkindlmarktes. Kein geringerer als Bischof Martin Hein von der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, leidenschaftlicher Koch und Weihnachtsprediger, wird das Festtagsmenü kochen. Entlang des Dreigänge-Menüs bringt "Horizonte" ganz besondere Geschichten rund ums Fest der Liebe. Die Vorspeise: warum selbst die größten Weihnachtsmuffel sich dem Fest der Liebe nicht verschließen können. Der Hauptgang: alle Jahre und einmal doch etwas Besonderes. Zuschauer berichten über ihr schönstes Weihnachtserlebnis. Der Nachtisch: was von der biblischen Weihnachtsgeschichte heute noch hängen geblieben ist. Garniert wird das Ganze mit Musik, Spielen und der Verlosung eines Festessens.

Stationen: Stern über Bethlehem | Ein Weihnachtsspiel mit der Well-Familie | 18. Dezember, 10.15 Uhr, BR

Alljährlich im Advent führt die Familie Well in den Kirchen ihrer Heimat ein Weihnachtsspiel auf. Dann singen und spielen drei Generationen der Großfamilie mit. Geschrieben hat das Stück der mittlerweile verstorbene Großvater, ein Dorfschullehrer. Aber es wird seit über 30 Jahren ständig weiterentwickelt und aktualisiert. Die bekanntesten Mitglieder der aus Günzelhofen, einer kleinen Gemeinde zwischen München und Augsburg, stammenden Volksmusikantenfamilie sind die Wellküren und die Biermösl-Blosn. Aber auch die jüngsten Mitglieder der Geschwister Well spielen mit und sogar die Großmutter ist an der Zither dabei. Die Aufzeichnung entstand am 4. Adventssonntag 2004 in der Pfarrkirche von Günzelhofen.

Gott und die Welt: Die Gnadenhochzeit | Es begann vor 70 Jahren | 18. Dezember, 17.30 Uhr, ARD | 20. Dezember, 23.00 Uhr, SWR

Leni war gerade 16, als sie dem 20-jährigen Josef das Ja-Wort gab und ihm Liebe und Treue versprach, bis dass der Tod sie scheidet. "Bei uns war es so üblich, dass Mädchen früh geheiratet haben. Wer mit 18 noch übrig war, musste einen Witwer nehmen" erinnert sich Leni Langbein. Seither sind 70 Jahre vergangen. Nach der Goldenen, Diamantenen und Eisernen Hochzeit steht dem Ehepaar Langbein jetzt wieder eine Hochzeit bevor: die Gnadenhochzeit. "Ich hab sie zur Frau gewollt, und dabei bin ich geblieben, eine andere hätte auch Fehler", meint Josef Langbein schmunzelnd. Das betagte Ehepaar ist körperlich und geistig fit, lebt noch alleine und versorgt sich selbst. Der Film von Heidi und Bernd Umbreit gibt auf behutsame Weise Einblick in die Lebens- und Erfahrungswelt des Paares, in ihren Alltag und ihre Rituale. Der Film fragt nach dem Geheimnis dieser langen Ehe und spürt nach, was von der großen Liebe und dem gemeinsamen Lebenstraum geblieben ist.

Stationen: Kleines Kindlein, großer Gott | Über die Verehrung des Jesuskindes | 21. Dezember, 19.30 Uhr, BR

In der Adventszeit wird die Landschaft aufgebaut, an Heiligabend kommt das Kindlein in die Krippe, und dann steht die Weihnachtskrippe bis Mariä Lichtmess an ihrem Ehrenplatz. Mit dem Ende des Weihnachtsfestkreises verschwinden Figuren und Bauwerke, Rinde und Moos wieder in Schachteln und Schränken. Die Weihnachtskrippe ist der volkstümlichste Ausdruck der Jesuskindverehrung; in der heutigen Form als private Wohnzimmerkrippe allerdings erst seit zwei Jahrhunderten gebräuchlich. Die Tradition der Jesuskindverehrung freilich reicht in die früheste Zeit des Christentums zurück. Die vor 1600 Jahren geschaffenen Mosaike der Kirche S. Maria Maggiore in Rom geben ein eindrucksvolles Zeugnis davon. Vom heiligen Franziskus berichten die Quellen, dass er in der Heiligen Nacht 1223 im Wald bei Greccio das erste Krippenspiel inszenierte. In den Frauenklöstern des Spätmittelalters blühte eine mystische Jesuskindverehrung, die sich mitunter recht sinnlichen Ausdruck verschaffte. In der Barockzeit finden Wallfahrten zu Gnadenbildern wie dem Prager Jesulein, dem Münchner Augustinerkindl oder dem Reutberger Kindl weiteste Verbreitung. In immer neuen Formen bringt die Frömmigkeit des Volkes die Freude über jene erlösende Botschaft zum Ausdruck: Gott ist für uns Mensch geworden.

Luther | Spielfilm Deutschland/USA 2003 | 21. Dezember, 20.15 Uhr, SWR

Der Film erzählt die dramatische Lebensgeschichte des kirchenkritischen Theologen Martin Luther, der Anfang des 16. Jahrhunderts mit der Verbreitung seiner Thesen die katholische Kirche in Aufruhr versetzte. Von Papst Leo X. exkommuniziert und von Kaiser Karl V. geächtet, wird Luther zum Ketzer erklärt. Im Volk finden seine Thesen derweil immer mehr Zuspruch. Daraus erwächst ein blutiger Bauernaufstand, der weder in Luthers Sinn ist noch eine Chance auf Erfolg hat. Aber trotz solcher Rückschläge geht für den idealistischen Luther der friedliche Kampf für die Reformation weiter... Eric Tills "Luther" ist eine packende Filmbiografie des wegweisenden Theologen. In der Titelrolle brilliert Joseph Fiennes. - In der Kinosaison 2003/2004 wurde "Luther" zu einem der großen Überraschungserfolge in den deutschen Filmtheatern. Über drei Millionen Besucher wollten die preisgekrönte, von der Kritik hoch gelobte Filmbiografie des wegweisenden Theologen sehen. Neben einem exzellenten Drehbuch und einer mitreißenden Inszenierung profitiert der Film vor allem von seinem herausragenden Darsteller-Ensemble: Mit Joseph Fiennes ("Shakespeare in Love"), Sir Peter Ustinov ("Quo Vadis"), Uwe Ochsenknecht ("Die Bluthochzeit") und Bruno Ganz ("Der Untergang") kann der Film eine internationale Starbesetzung vorweisen.

Evangelische Christvesper aus dem Kloster Lüne | 24. Dezember, 16.30 Uhr, ARD

Live aus dem Kloster Lüne überträgt der NDR am diesjährigen Heiligen Abend eine evangelische Christvesper. Das im 12. Jahrhundert am Stadtrand Lüneburgs gegründete Kloster wird heute von evangelischen Stiftsdamen (Konventualinnen) bewohnt und gepflegt. Die gesamte Anlage mit ihren vielen gut erhaltenen Gebäuden und mittelalterlichen Kunstschätzen vermittelt anschaulich einen lebendigen Eindruck klösterlichen Lebens. In dieser Christvesper werden die bekannten Weihnachtschoräle - von "Es ist ein Ros' entsprungen", "Nun singet und seid froh", "Vom Himmel hoch..." bis zu "O du fröhliche..." - abwechselnd von Chor und Gemeinde gesungen. Die musikalische Leitung hat Tobias Gravenhorst. In ihrer Predigt geht es der als "Wort zum Sonntag"-Sprecherin bekannt gewordenen Theologin Oda-Gebbine Holze-Stäblein (Aurich) vor allem um die Rolle Marias - der Mutter Jesu. In der Kirche des Klosters Lüne spielen unterschiedlichste mittelalterliche Mariendarstellungen eine besondere Rolle.

Horizonte. Fröhliche Weihnachten, Herr Kardinal! | Meinhard Schmidt-Degenhard zum weihnachtlichen Besuch bei Kardinal Karl Lehmann | 24. Dezember, 16.45 Uhr | 25. Dezember, 09.30 Uhr, HR

Heilig Abend wird auch - oder erst recht - in einem Bischofshaus gefeiert. Allerdings sind die Weihnachtstage für Kardinal Karl Lehmann vor allem Arbeitstage. Denn an Weihnachten haben Kirche und Religion Hochkonjunktur. Während das ganze Jahr über der Kirchbesuch eher schleppend ist, platzen in den Weihnachtstagen die Gotteshäuser in Deutschland aus allen Nähten. Könnte dies für die Kirchen auch eine Chance sein, um bisher fern stehende Menschen zu erreichen? Weihnachten und die letzten Tage eines jeden Jahres sind für alle auch Anlass, über das Vergangene nachzudenken. Was hat das religiöse und kirchliche Leben in den vergangenen zwölf Monaten geprägt? Welche Sorgen und Nöte, vor allem aber auch Hoffnungen, beschäftigen einen Kardinal, wenn er in den stillen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr über seine Arbeit nachdenkt? Meinhard Schmidt-Degenhard hat sich aufgemacht zu einem weihnachtlichen Besuch im Bischofshaus, um mit Kardinal Karl Lehmann über diese oder andere Fragen zu sprechen - aber auch um einen Eindruck zu gewinnen, wie Weihnachten zu Hause beim Kardinal gefeiert wird.

Evangelische Christvesper aus Heidelberg| 24. Dezember, 22.15 Uhr, ZDF

Hans-Jürgen macht sich auf den Weg und sucht Weihnachten. Er sucht Nähe und Geborgenheit, Freundschaft und Liebe. In dieser Hoffnung geht er los und trifft dabei auf andere Menschen, die genauso wie er auf der Suche sind. So beginnt das Krippenspiel in den Johannesanstalten in Mosbach, das jedes Jahr gemeinsam mit den behinderten Bewohnern und dem Singkreis einstudiert wird. In diesem Jahr ist Hans-Jürgen Hauffe der Hauptdarsteller. Er hat sich mit seiner Wohngruppe, den Therapeuten, dem Singkreis und den beiden Seelsorgern intensiv darauf vorbereitet. Die Themen der Mosbacher Krippenspiele sind vielfältig. Genauso wie die Besetzung. Jedes Jahr stehen andere im Mittelpunkt mit ihren ganz individuellen Fragen und Problemen. Für das Pfarrerehepaar Lallathin ist dieser Punkt sehr wichtig. Sie achten darauf, dass die Botschaft von Weihnachten nicht an den behinderten Menschen vorbei geht, sondern sehr individuell in das Krippenspiel eingebunden ist und mit dem Alltag der Bewohner im Einklang steht. Entsprechend wird das Krippenspiel geschrieben und auch einstudiert. Behinderte Menschen stellen die gleichen Fragen wie Nichtbehinderte. Für sie ist das Fest der Geburt Christi auch mit den gleichen Sehnsüchten und Hoffnungen verbunden. So auch in diesem Jahr, denn die Suche nach Geborgenheit und Nähe betrifft alle Menschen. Und wer sich, wie Hans-Jürgen auf die Suche einlässt, der kommt irgendwann an, nämlich im Stall zu Bethlehem, bei dem Kind in der Krippe, dem Heiland der Welt. Diese Botschaft gilt allen Menschen, ob behindert oder nicht behindert, ob gesund oder krank. Sie ist die Kernaussage der Weihnachtsgeschichte, die in diesem Jahr aus der Johanneskirche in Mosbach kommt. – "Freut euch!".

Katholische Christmette aus Wangen im Allgäu | 24. Dezember, 23.00 Uhr, ARD

Ein Meer von Kerzen und grünen Tannen um den neugotischen Hochaltar: Reichlich Mühe geben sich die Wangener Katholiken, wenn sie ihre Stadtpfarrkirche für die Weihnachtszeit schmücken. Besonders die große Krippe mit ihren alten Holzfiguren zieht die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Wenn Stadtpfarrer Wilhelm Wahl und die mehr als 50 Ministranten in der Heiligen Nacht in die geschmückte Kirche einziehen, dann werden in diesem Jahr auch die Zuschauer der ARD live mit dabei sein. Aus der Kirche "St. Martin, Gallus und Magnus" in Wangen im Allgäu überträgt der Südwestrundfunk den katholischen Mitternachtsgottesdienst, der unter dem biblischen Motto steht: "Fürchtet Euch nicht ...". Musikalisch gestaltet wird die Feier vom Chor der Martinsgemeinde und von den Cantabile-Chorknaben, beide unter der Leitung von Georg Enderwitz.

Hof mit Himmel: Jesus begegnet | 25. Dezember, 11.00 Uhr, Das Vierte

Seit ihrer Kindheit hat Meike Röschlau übersinnliche Erlebnisse. Viele raten ihr, diese "medialen Fähigkeiten" auszubauen. Aber dafür ist Meike Röschlau zu bodenständig. Auch mit dem christlichen Glauben hat sie nicht viel am Hut. Doch dann hat sie immer wieder Erlebnisse, die sie völlig durcheinander bringen: Sie glaubt, die Hölle zu sehen. Zwischenzeitlich zweifelt sie an ihrem Verstand, sucht Hilfe bei Ärzten - aber sie ist gesund. Heute ist sie davon überzeugt: Himmel und Hölle sind Realität. Sie hat ihre Entscheidung getroffen: Gegen die Hölle und für Jesus. Wie das ihr Leben auf den Kopf gestellt hat, erzählen Meike Röschlau und ihr Mann Jürgen Weckel in der Fernsehsendereihe "Hof mit Himmel" des Evangeliums-Rundfunks (ERF) in Wetzlar.

Offen gesagt: Weihnachten ohne Enkel | Scheidungsopfer Großeltern | 25. Dezember, 16.30 Uhr, NDR

Nach Scheidung oder Trennung zerbricht oft auch die Beziehung zwischen Großeltern und ihren Enkelkindern. Am Heiligabend schmerzt es besonders, wenn die Enkel nicht da sind. Das vertraute Kindergewusel unterm Weihnachtsbaum fehlt. Weihnachtspäckchen kommen ungeöffnet zurück. Flehentliche Anrufe werden ignoriert. Viele Großeltern leiden darunter und sind total verzweifelt. Wie sollen sie mit ihrer Liebe zu den Enkelkindern, ihren Sehnsüchten, ihrer Trauer und Ohnmacht umgehen? Pastor Jan Dieckmann spricht mit Großmüttern und -vätern, die um ihre Enkel kämpfen

Dietrich Bonhoeffer | Pfarrer und Widerstandskämpfer | 26. Dezember, 11.35 Uhr, HR

Der Name Dietrich Bonhoeffer steht weltweit für den mutigen und aufrechten Kampf gegen Unmenschlichkeit und Unrecht. Christsein bedeutete für den Pfarrer auch gesellschaftliche Parteinahme und politischer Widerstand. Früher als manche seiner Zeitgenossen erkannte er die Tragweite der Unrechtshandlungen des "Dritten Reiches" und wurde zum entschiedenen Gegner der Nazis. Seine Zivilcourage bezahlte er mit dem Leben. Im April 1945 wurde Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg umgebracht. Nach mehreren Auslandsaufenthalten hatte Bonhoeffer als Privatdozent, Studentenpfarrer und Jugendseelsorger in Berlin gearbeitet. Durch seinen Schwager Hans von Dohnanyi kam er zum Kreis der Widerständler um General Hans Oster und Generaloberst Ludwig Beck. 1940 erhielt er von der Gestapo Lehr- und Predigtverbot. 1943 wurde er unter der Beschuldigung der Wehrkraftzersetzung verhaftet. Im Morgengrauen des 9. April 1945 - wenige Tage vor der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg - wurde Bonhoeffer auf persönlichen Befehl Adolf Hitlers hingerichtet. In der Nacht zuvor war er zusammen mit fünf anderen Widerstandskämpfern in einem Scheinprozess wegen "Kriegsverrats" zum Tode verurteilt worden. Dietrich Bonhoeffer hat bis zuletzt für seine Theologie eingestanden. Seine in der Haft entwickelten Gedanken über die Aufgabe der Kirche in der Zukunft gehören zu den stärksten Infragestellungen der kirchlichen Praxis bis heute. In dieser Zeit entstanden die bekannten Gedichte "Wer bin ich?" und "Von guten Mächten".

Der (H)eilige Abend | Beobachtungen in und um Berlin herum | 26. Dezember, 18.05 Uhr, rbb

Wenn es dunkel wird am 24. Dezember und in den Familien und den Kirchen die Lichter angezündet werden, beginnt für viele Menschen der Frust. Sie wollen oder können dieses Fest nicht so feiern wie die anderen, wollen oder können diesen Abend aber auch nicht als normalen Samstagabend vorübergehen lassen. In Berlin wird ihnen geholfen. Das Angebot der Metropole reicht vom HOLY CHILL OUT, X-mas Karaoke zu After-Christmas-Geschenk-Tausch-Börsen und "Heiligabend-nicht-allein” im Radio. Ein moslemischer Taxifahrer, ein Hindu an der Currybude, Wachleute im (geschlossenen) Jüdischen Museum in der Ausstellung "Weihnukka”, ein buddhistischer Weihnachtsmann bei seinen Dienstleistungen und andere zufällige Begegnungen in der multikulturellen Weltstadt werden am (H)eiligen Abend vorgestellt. Die Reportage endet um Mitternacht in der Straßenbahn M 10, der "Party-Tram”.

Der Kuss des Todes | Salome und das Geheimnis des Täufers | 26. Dezember, 19.30 Uhr, ZDF

Johannes der Täufer und Salome, Priestersohn und Prinzessin – Hauptrollen in einem blutigen Drama über den unversöhnlichen Gegensatz von Enthaltsamkeit und Lust. Literatur und Oper des 19. Jahrhunderts sehen in Salome und Johannes ein unmögliches Paar, das sich erst im Tode vereinigen kann. Entspricht dieses Bild den tatsächlichen Ereignissen vor zweitausend Jahren, als Herodes Antipas im Beisein seiner zweiten Frau Herodias Geburtstag feiert? Wer ist diese Salome, die die Bibel als junge Tänzerin beschreibt? Und warum muss der Täufer sterben? Auf den Spuren von Salome und Johannes geht die szenische Dokumentation des ZDF neuesten wissenschaftlichen Entdeckungen nach. Können die Ausgrabungen in der Johanneshöhle von Tsuba dazu beitragen, die biografischen Lücken im Leben des Johannes zu schließen? Wo liegt die Taufstelle und was ist das Geheimnis der Taufe? Stirbt Johannes vor Jesus, so wie es die Bibel berichtet, oder überlebt er ihn um mehrere Jahre? Und welchen Anteil hat Salome, die spätere Königin von Kleinarmenien, an der Christianisierung ihres Landes? Die Erkenntnisse führen nicht nur zu einer neuen Chronologie der Ereignisse, sondern liefern auch unbekanntes Material, das eine Neubewertung der durch die Überlieferung zu Unrecht dämonisierten Gestalt der Salome erfordert. Johannes und Salome sind Zeugen der Zeitenwende, in deren Mitte Jesus von Nazareth steht. In ihren Personen spiegeln sich die Brüche einer jüdischen Gesellschaft, die es zwischen Endzeiterwartung und römischem Besatzungsalltag zu zerreißen droht. Das schicksalhafte Aufeinandertreffen von Salome und Johannes ist ein Schlüsselereignis, das neue Einsichten in die Vorgänge des ersten Jahrhunderts provoziert.

Weihnachten mit Jörg Zink | Ein Film von Petra C. Harring | 26. Dezember, 21.30 Uhr, BR

Voller Wunder steckt die Weihnachtsgeschichte rund um Maria, Josef und das Kind. Der evangelische Theologe und Israelkenner Jörg Zink erzählt von der Nacht in Bethlehem. Wer waren die ersten Zeugen, als Jesus geboren wurde? Gab es einen himmlischen Wegweiser für die Weisen aus dem Morgenland, den Stern von Bethlehem über dem Stall? Können die Naturwissenschaften das Phänomen wirklich nachweisen? Wer dem Bibelkenner zuhört, entdeckt historische Details rund um die Geburt Jesu, lernt die Sprache der Symbole zu verstehen und mit einem Mal ist Weihnachten heute.

Lebensformen: Gelingendes Leben | Bilanz des Jahres 2005 | 31. Dezember, 16.35 Uhr, SAT.1 Bayern

Thema der Dezembersendung von "Lebensformen" ist eine Bilanz des Jahres 2005 unter dem Motto "Gelingendes Leben". Es geht um die Kleinsten, etwa in einem Beitrag zum Internetauftritt der EKD "Kirche-entdecken.de", um neue Ideen in der Schule, um das Internetportal "ich-will-schreiben-lernen.de", das Analphabeten die Möglichkeit bietet, lesen und schreiben zu lernen. Berichtet wird ferner über psychiatrische Familienpflege sowie über Menschen, die im Alter an Depressionen erkranken.

  Was läuft im Radio?
HÖR-TIPP


Impressum
· · © epv.service 1999-2005