Frühjahrssynode 2003
Die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern fand vom 1. bis 5. April in Würzburg statt.
Aufgrund der drastisch zurückgegangenen Kirchensteuereinnahmen beschloss das Kirchenparlament für die 2,75 Millionen Protestanten in Bayern, bis spätestens 2006 mindestens 75 Millionen Euro einzusparen, davon 44 Millionen Euro allein im Personalbereich. Dies führt dazu, dass die Kirche ihre Arbeit in einigen Bereichen "reduzieren, zurückfahren oder ganz einstellen" müsse, so Synodalpräsidentin Heidi Schülke. Auch betriebsbedingte Kündigungen könnten zukünftig nicht ausgeschlossen werden, sagte Landesbischof Johannes Friedrich (mehr dazu in unserer Überblicksmeldung zur Synode).
Für kontroverse Diskussionen sorgte daneben die Umverteilung der Stellen für Pfarrer, Diakone und Religionspädagogen innerhalb der sechs Kirchenkreise. Die Synode beschloss, dass drei Kirchenkreise Stellen abgeben müssen (Nürnberg 43, München 23,5 und Bayreuth 12), drei Kirchenkreise Stellen dazugewinnen (Regensburg 24,5, Augsburg 18, Ansbach-Würzburg 8), und dass 28 Stellen als Spielraum zur flexiblen Reaktion auf Veränderungen in den Gemeinden verwendet werden sollen. Vollständig umgesetzt werden soll der neue Stellenplan bis 2008 (mehr dazu in unserer Meldung).
Schließlich verabschiedete die Synode noch eine Erklärung zum Irak-Krieg (genauer Wortlaut unter www.bayern-evangelisch.de) und schloss sich dem bundesweiten Aktionsbündnis gegen Aids an. Die Entscheidung über die Segnung homosexueller Paare im Gottesdienst wurde auf die Herbstsynode vertagt.
Weitere Meldungen zur Synode sowie Korrespondentenberichte über die ersten Reaktionen finden Sie hier auf www.epv.de.
Hintergrundinformationen zu Struktur und Aufgabe der Synode können Sie sich auf www.bayern-evangelisch.de herunterladen.
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Was ist die Synode?

Auch das Sonntagsblatt berichtet regelmäßig über die Synode.
Hier finden Sie einen Hörbeitrag der Evangelischen Funk-Agentur (efa) zur Synode.
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