Was ist die Konfirmation?
Nürnberg/Frankfurt a.M.(epd). Die Konfirmation hat eine über 460-jährige Tradition. Auch heute noch ist sie ein großer Tag für die etwa 13- bis 14-Jährigen. Fast alle getauften evangelischen Jugendlichen lassen sich in Deutschland konfirmieren, mehr als 250.000 in diesem Jahr. Die Konfirmation, die traditionell zwischen Palmsonntag und Pfingsten stattfindet, gehört damit nach wie vor zu den gefragtesten "Amtshandlungen" der evangelischen Kirche.
Im Konfirmationsgottesdienst bestätigen die Konfirmanden ihre Taufe und werden damit als mündige Mitglieder in die Gemeinde aufgenommen. Mit der Konfirmation ist auch die Zulassung zum Abendmahl verbunden. Volkstümlich gilt sie darüber hinaus auch als Ritus, der das Ende der Kindheit anzeigt. Der Konfirmation geht eine Unterweisung in den Grundlagen des evangelischen Glaubens und der kirchlichen Lehre voraus, der sich je nach Landeskirche über einen Zeitraum zwischen sechs Monaten und zwei Jahren erstreckt.
Als Vater der Konfirmation gilt der elsässische Reformator Martin Bucer (1491 bis 1551), der sie seit 1534 forderte und zuerst in der hessischen Kirche verwirklichte. Wegen der Nähe zum katholischen Sakrament der Firmung stieß die Idee bei Bucers Amtsbrüdern zunächst auf wenig Gegenliebe. Erst im Pietismus des 18. Jahrhunderts, der die persönliche Frömmigkeit betonte, setzte sie sich durch. In einigen Gegenden ging daraus die allgemein bildende Volksschule hervor. Seit dem 19. Jahrhundert ist die Konfirmation in ganz Deutschland üblich.
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