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Das Radioprogramm vom Dezember


Sie möchten regelmäßig und umfassend über kirchlich relevante Beiträge in Fernsehen und Hörfunk informiert werden? Bestellen sie "Kirche & Kommunikation" und erhalten damit das bundesweite Fernseh- und Radioprogramm zu Kirche und Religion per Post oder E-Mail. "Kirche & Neue Kommunikation" ist das Themenheft zu Medienpolitik, Internet, Kommunikationsszene und kirchlicher Publizistik und erscheint monatlich.

Weitere Publikationen finden Sie in unserer Bestellecke.


Nahaufnahme: Predigen hinter Gittern | Seelsorge im Strafvollzug | 1. Dezember, 18.30 Uhr, Bayern2

Endstation Knast. Hier treffen sich Menschen, die sich schuldig gemacht haben und ihre häufig jahrelange Strafe "absitzen" müssen. Der Strafvollzug ist eine Institution, die autoritär strukturiert ist, Ordnung und Disziplin an Stelle individueller Freiheit setzt. Die Menschen, die hier gelandet sind, haben auch im christlichen Verständnis Schuld auf sich geladen, sie sind Sünder. Doch in vielen Fällen sind den Häftlingen diese christlichen Kategorien fremd. Sie glauben nicht an Gott. In ihrer Welt gibt es auch keine Kirche. Und doch kümmern sich in allen bayerischen Gefängnissen evangelische und katholische Seelsorger um die Häftlinge. "Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene", so steht es als christlicher Auftrag im Neuen Testament. In der engen und streng geregelten Welt einer Justizvollzugsanstalt braucht es Gelegenheiten zu persönlichen und menschlichen Begegnungen. Die Seelsorger begleiten die Häftlinge sowie ihre Angehörigen, feiern Gottesdienste hinter Gefängnismauern und stehen ein für einen Neuanfang, der jedem Menschen möglich ist. Anders ausgedrückt heißt das Stichwort schlicht "Resozialisierung". Dahinter verbirgt sich die Vorstellung, dass der Gefangene zukünftig ein straffreies Leben führen kann. Doch die Seelsorger erleben auch, dass viele Häftlinge realistisch gesehen noch nicht einmal "sozialisiert" sind. Wir sprechen mit den beiden Seelsorgern der JVA Landsberg, begleiten sie bei ihrer täglichen Arbeit und spüren nach, wie die christliche Botschaft Gitter überwinden kann.

Lebenswelten: Die Kirche hat Aids | Die HIV-Infektion – eine Herausforderung für die Christen | 4. Dezember, 06.05 Uhr / 17.05 Uhr, NDR Info

Die seit 23 Jahren grassierende Seuche Aids hat weltweit 22 Millionen Menschenleben gefordert, mehr als 42 Millionen leben derzeit mit dem tödlichen Virus. Die christlichen Kirchen sind zwar sehr engagiert in der Pflege der Kranken und Sterbenden sowie der Betreuung der Aids-Waisen, doch fällt ihnen die Analyse der Ursachen und die entsprechende Prävention noch immer schwer. Ob es um Kondome geht oder um die in Afrika verbreitete Polygamie oder gar um die Deutung von Aids als Strafe Gottes – die Kirchen sind herausgefordert, ihre Lehre und Praxis grundlegend zu überprüfen. Dabei sind sie von der Seuche in besonderer Weise betroffen: Sie ist weltweit überproportional bei Christen verbreitet, weshalb auch afrikanische Bischöfe – evangelische und katholische – davon sprechen, dass die Kirche, der Leib Christi, Aids habe. Theologen und kirchliche Mitarbeiter geben Auskunft darüber, wie vor Ort angesichts von Leiden und Tod christliches Heil sichtbar gemacht wird.

Katholische Welt: Hoffnung oder Auslaufmodell? | 30 Jahre Würzburger Synode | 4. Dezember, 08.00 Uhr, Bayern2

"Die Synode endet - die Synode beginnt" Als die Würzburger Synode am 23.11.1975 im Kiliansdom ihren Abschluss fand, waren die meisten der etwa 300 Synodalen in Aufbruchstimmung und sehr stolz auf ihre Arbeit. Vier Jahre lang hatten sich - bislang einzigartig in der Geschichte der deutschen Kirche - Bischöfe, Priester, Ordensleute und erstmals auch Laien gemeinsam den Anforderungen innerhalb der Kirche und Gesellschaft gestellt und 18 Dokumente erarbeitet. Das zentrale Papier hieß: "Unsere Hoffnung - Ein Bekenntnis zum Glauben in dieser Zeit". Weitere Texte widmeten sich der Glaubenssituation und Verkündigung, der Ökumene, der Beteiligung von Laien im Gottesdienst, der Ehe und Familie, sowie den Räten und Verbänden. Sie alle wurden geschrieben, um die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils vor Ort, in der jeweiligen pastoralen Situation, konkret umzusetzen. Der grundlegende theologische Gedanke des Konzils war die "Volk-Gottes-Theologie," die die Mitverantwortung jedes einzelnen Christen betonte und die Zentrierung auf eine Klerikerkirche überwinden wollte. - Vorhaben, die die Synodalen vor große Herausforderungen stellten und sie zuweilen an den Rand einer Zerreißprobe brachten. Karin Schynoll zieht in ihrer Sendung: "Hoffnung oder Auslaufmodell? - 30 Jahre Würzburger Synode" Bilanz und fragt nach, was aus der Umsetzung in der Gemeinde vor Ort geworden ist. Denn "ob die Frucht unserer Arbeit fruchtbar ist," so der damalige Präsident der Würzburger Synode, Julius Kardinal Döpfner, "das wird erst in Jahrzehnten sichtbar sein.

Am Sonntagmorgen. Die Kunst des Alterns | Wenn der silberne Strick zerreißt und die goldene Schale zerbricht | 4. Dezember, 08.35 Uhr, DLF

Hinter diesen poetischen Worten des Predigerbuches steht die düstere Erkenntnis vom Fluch des Alters - eigentlich sei das bloß eine Zeit von Defiziten, Defekten und Demenz. Doch dagegen steht Omi. Jedenfalls für Oda-Gebbine Holze-Stäblein, Landessuperintendentin in Aurich und langjährige Sprecherin des Wortes zum Sonntag. Sie lernte früh an dieser Frau, dass Alter auch ganz anders aussehen kann: "Ich nenne sie Omi, aber sie ist nicht meine leibliche Großmutter. Im Jahre 1947 - meine Familie war durch den Krieg auseinander gerissen - kam ich als Flüchtlingskind auf ihren Hof." Ein großes Gut im Westfälischen - aber gerade weil dessen Besitzerin alt war, hatte sie Zeit und Aufmerksamkeit für die Vierjährige. Für die waren Zuwendung und Güte der alten Frau ein Segen.

Gott und die Welt: Weihnachtsstern und Glaubenskriege | Die Herrnhuter Brüder-Unität | 4. Dezember, 09.04 Uhr, kulturradio

Herrnhut, ein Städtchen von 2.700 Einwohnern, liegt in der Oberlausitz und ist weltberühmt – vor allem bei frommen Christen. Denn die Herrnhuter Bibellosungen erscheinen allein in Deutschland in einer Millionenauflage und dazu noch in 50 weiteren Sprachen. Und berühmt sind auch die vielzackigen Herrnhuter Sterne, die zur Weihnachtszeit in zahlreichen Kirchen und Wohnstuben hängen. Seit fast 300 Jahren prägen die frommen Protestanten, die einst von den katholischen Habsburgen aus Böhmen vertrieben wurden, das Leben in Herrnhut. Ihre Missionare transportierten den Herrnhuter Frömmigkeitsstil in alle Welt. Doch nun erwächst ihnen Konkurrenz: andere Glaubenseiferer machen sich die Marke "Herrnhut" zu Eigen. Die Charismatiker vom "Christlichen Zentrum" und die amerikanisch geprägte Gruppierung "Jugend mit einer Mission" haben sich vor Ort angesiedelt. Sie werfen der Brüdergemeine vor, im Glaubenseifer zu erlahmen. Diese wiederum halten den Konkurrenten "religiöse Trittbrettfahrerei" vor. Der Streit um den guten frommen Ruf von Herrnhut hat erst begonnen.

Camino: 40 Jahre 2. Vatikanisches Konzil | Abbruch oder Aufbruch? | 4. Dezember, 12.05 Uhr, hr2

Vor 40 Jahren endete ein Reformprojekt, das in der jüngeren Geschichte der katholischen Kirche seinesgleichen sucht: Das Zweite Vatikanische Konzil. Diese weltweite Versammlung der katholischen Bischöfe (1962-1965) stellte in vielem die Weichen neu: Statt in Latein werden Gottesdienste in der Muttersprache gehalten; erstmals wird die Religionsfreiheit als Menschenrecht anerkannt, und fremde Religionen und Konfessionen werden nicht mehr als Ketzereien gebrandmarkt, sondern als Spuren göttlichen Wirkens gewürdigt. Dennoch ist die Kirche gerade in Westeuropa in die Krise geraten. Geschah dies wegen des Konzils oder trotz des Konzils? Darüber wird gestritten. Lutz Lemhöfer zieht eine Bilanz dessen, was das Konzil gebracht hat und fragt nach, was zukunftsträchtig ist: Fortentwicklung oder Rückbau des Konzils?

Glaubensfragen: Die Suche nach der verlorenen Kindheit | Vom Geheimnis kindlicher Lebenskunst | 4. Dezember, 12.05 Uhr, SWR2

Kinder, so schreibt der Philosoph Wilhelm Schmid, verfügen über sehr viel Lebenskunst. Erwachsene, die diese kindliche Kunst verloren haben, bleiben oft ein Leben lang auf der Suche nach diesem Kind, das ihnen verloren gegangen ist – das sie vielleicht nie sein durften. In der Sendung nehmen Kinder die Hörer an die Hand, um ihnen das Geheimnis ihrer Lebenskunst zu zeigen – einer Lebenskunst, die bekanntlich direkt ins Himmelreich führt. "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder", hat Jesus gesagt, "dann werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen."

Lebenswelten: Hüter der Schöpfung | Der alternative Nobelpreisträger Michael Succow | 11. Dezember, 06.05 Uhr / 17.05 Uhr, NDR Info

Als letzter stellvertretender Umweltminister der DDR sorgte Michael Succow dafür, dass rund 15 Prozent der Staatsfläche unter Naturschutz gestellt wurde. Nach der Wende förderte der heutige Direktor des Botanischen Instituts der Universität Greifswald Umweltschutzprogramme vor allem in Mittel- und Zentralamerika. 1997 erhielt Succow den Right Livelihood Award, hier zu Lande besser bekannt unter dem Namen Alternativer Nobelpreis. Mit dem Preisgeld gründete er eine "Stiftung zum Schutz der Natur". Die hat jetzt drei Naturschutzgebiete vom Bund gekauft, eine davon ist "Die Goor", ein Buchenwaldreservat auf der Insel Rügen, ein Stück Wildnis inmitten einer Kulturlandschaft, die offenbar von vorchristlichen Religionen als Kraftort und Ort der spirituellen Besinnung genutzt wurde. In der Reportage von Michael Reitz geht es auch um die Frage, wie das Projekt von Michael Succow und seiner Stiftung von den Menschen auf Rügen angenommen wird.

FeierTag: Macht zu die Tür | Advent hinter Gittern | 11. Dezember, 07.30 Uhr, DRkultur

Macht hoch die Tür – so beginnt das wohl populärste Adventslied der evangelischen Kirche. Wie singt es sich an einem Ort, an dem die Türen notorisch geschlossen bleiben? Worauf warten Menschen, deren Türe keine Klinke hat? Worauf hoffen die, hinter denen sich für lange Zeit, vielleicht endgültig, die Pforten schließen?

Evangelische Perspektiven: "Ich will Feuer legen an das Paradies" | Die Poesie der Mystikerinnen und Mystiker | 11. Dezember, 08.30 Uhr, Bayern2

"Ich will Feuer legen an das Paradies und Wasser in die Hölle gießen", so die islamische Mystikerin Rabia. Es lässt aufhorchen, was Mystikerinnen und Mystiker zum Thema Religion sagen. Das klingt immer ganz anders, als es von öffentlichen Religionsvertretern gelehrt wird. Mystiker wollen auch ganz anderes. Sie wollen wissen, wo andere sich mit den üblichen Auskünften begnügen. Sie leiden stärker am Übel und an der Lüge. Sie riskieren sich selbst, wo andere ihr Leben zu erhalten suchen. Oft sind sie Forschungsreisende mit Ergebnissen, die man lieber nicht wissen will. Das Faszinierende und Befremdende an ihrer radikalen Suche drückt sich in ihren Worten aus. Sie bieten keine Erklärungen, ihre Sprache ist Poesie.

Glaubenssachen: Soweit das Mitleid reicht | Hilfsbereitschaft in Zeiten der Globalisierung | 11. Dezember, 08.40 Uhr, NDR kultur

Das südasiatische Tsunami-Inferno traf uns in einer besonders sensiblen Zeit: Die Sehnsucht der Deutschen nach Frieden und Harmonie ist bekanntlich zwischen Weihnachten und Neujahr am stärksten ausgeprägt. Zu keiner anderen Zeit könnte das Entsetzen über das Unglück anderer Menschen, aber auch die Bereitschaft zur selbstlosen Hilfe größer sein. Doch auch die größte Mitleidswelle flacht einmal ab. Zumal wenn es neue Katastrophen zu vermelden gibt. Schließlich erfahren wir im Zeitalter der Globalisierung aus jedem noch so entfernten Winkel der Welt nicht nur von den wenigen großen, sondern auch von zahllosen kleinen Tragödien. Es stellt sich somit die bange Frage, ob unser Mitgefühl nicht eines Tages unter der Last der sich immer höher auftürmenden Informationsflut zusammenbrechen muss. Wird es uns bei dieser prekären Ausgangslage auch künftig noch gelingen, den humanen Impuls zu erhalten?

Gott und die Welt: Klone gegen den Hunger? | Afrika und die Revolution der Gentechnik | 11. Dezember, 09.04 Uhr, kulturradio

Erdbeben, Hurrikans und Flutkatastrophen – dafür fließen heute Spendengelder. Hungersnöte in Afrika nimmt kaum noch jemand wahr, auch wenn dort Millionen von Menschenleben auf dem Spiel stehen. Gestern Liberia, heute Simbabwe, morgen Mosambik und Malawi. Die Saatgut-Multis versprechen Abhilfe: Gen-Mais, Gen-Soja, Gen-Baumwolle. Afrika dürfe die Gentechnikrevolution nicht verschlafen, wo schon die industrielle und die Computerrevolution ohne den schwarzen Kontinent stattfanden. Höhere Ernten, zufriedene Bauern – alles durch Gentechnik? Geklonte Lebensmittel für hungernde Bäuche? Das ist blanker Zynismus, nirgends erforscht, sagt dagegen Rudolf Buntzel vom Evangelischen Entwicklungsdienst. Die Kleinbauern würden damit ökonomisch in den Ruin getrieben. Detlef Urban ist durch das Südliche Afrika getourt. Er traf Baumwollfarmer auf den Makhathini-Flats in Südafrika, die von Gentechnik überzeugt sind, und Bäuerinnen am Limpopo in Mosambik, die nicht wissen, wie sie ihren Kindern Essen geben sollen. Hungernde in Afrika – ein Versuchsfeld für die Gentechniker dieser Welt.

Camino: Im Feuertempel | Die Religion der Parsen in Indien | 11. Dezember, 12.05 Uhr, hr2

Vor 1300 Jahren flohen die ersten Zoroaster – die Verehrer Zarathustras – aus ihrer Heimat Persien vor den islamischen Eroberern nach Indien. Dort versprachen sie den Herrschern, sich "wie Zucker im Tee” in der indischen Bevölkerung aufzulösen. Bis auf den heutigen Tag haben sie dieses Versprechen eingehalten. Dafür erhielten sie völlige Religionsfreiheit. Die Parsis, wie man die Flüchtlinge fortan nannte, machten nur durch ihre seltsamen Totenrituale von sich reden. Da ihnen vor allem das Feuer, aber auch die Elemente Luft, Wasser und Erde heilig sind, bestatten sie ihre Toten auf Türmen unter freiem Himmel. Dort werden die Leichen dann von den Geiern verzehrt. Die von der Sonne gebleichten und zu Staub zerfallenen Knochen werden in einer Steingrube beerdigt. Nun sterben die Geier in Indien aus, und die Parsis haben ein Problem. Mehr über die Lösung dieser Glaubensfrage und das Leben der Feueranbeter in der Sendung "Im Feuertempel” von Clair Lüdenbach.

Glaubensfragen: Schwangerschaftsrisiko Armut | Geburten zwischen Mangel, Mayatradition und Moderne | 11. Dezember, 12.05 Uhr, SWR2

In keinem anderen Land Lateinamerikas haben so wenige Frauen Zugang zu medizinischen Einrichtungen wie in Guatemala. Die staatliche Gesundheitsversorgung reicht längst nicht aus. Private Krankenhäuser sind meist zu teuer. Schwangerschaften sind deshalb mit extremen Risiken verbunden. Vielen Schwangeren bleibt nichts anderes übrig, als sich auf das Wissen der Heiler der Mayamedizin und der Comadronas, der traditionellen Geburtshelferinnen, zu verlassen. Diese genießen vor allem in ländlichen Gemeinden großes Vertrauen. Ohne sie wäre die Versorgung gerade der indigenen Bevölkerung, die häufig in extremer Armut lebt, deutlich schlechter. Deshalb bemüht sich die katholische Kirche um eine Stärkung der Mayamedizin. Die Mayas verstehen Geburten als Familienangelegenheit, die eingebunden ist in zahlreiche religiöse Bräuche. In den Städten hingegen werden traditionelle Riten und religiöse Symbolik zunehmend von Schulmedizin und moderner Technik verdrängt.

Katholische Welt: Ökumene in Moskau | Russlands Kirchen suchen nach ihrer Identität | 18. Dezember, 08.00 Uhr, Bayern2

Seit dem Zerfall der Sowjetunion und dem Scheitern der kommunistischen Ideologie ist für die Kirchen in Russland neuer Freiraum entstanden. In dem tief greifenden Umbruch, den die russische Gesellschaft derzeit durchlebt, bemühen sich die verschiedenen Konfessionen, das bestehende Wertevakuum zu füllen und spirituelle Orientierung zu vermitteln. Ein gewisses Konkurrenzdenken bleibt dabei nicht aus. Besonders getrübt wird die Aufbruchstimmung durch das spannungsgeladene Verhältnis, das zwischen der seit über 1000 Jahren in Russland beheimateten Orthodoxie und der römisch-katholischen Kirche herrscht. Anlässlich einer Reise des Zentrums für ökumenische Forschung der Münchner Universität nach Moskau hat die Autorin Gespräche mit führenden Vertretern des Moskauer Patriarchats, sowie der katholischen und der lutherischen Kirche in Russland geführt: Welche Chancen hat die Ökumene in Moskau? Wie lassen sich dort bestehende Vorurteile überwinden? Wo zeichnen sich Wege zu einer Lösung der aktuellen Probleme ab?

Evangelische Perspektiven: Weihnachtssterne als Mittel gegen die Armut | Eine Lektion in Sachen "Globalisierung" | 18. Dezember, 08.30 Uhr, Bayern2

Kaffee ist an und für sich das wichtigste landwirtschaftliche Produkt im Handel zwischen den Ländern Lateinamerikas und den reichen Industriestaaten. Die USA und Europa importieren über zwei Drittel des weltweit erzeugten Kaffees. Auch in Deutschland verdienen die fünf größten Kaffeekonzerne prächtig - freilich mit sehr bedenklichen Folgen für die lateinamerikanischen Produzenten: Die niedrigen Preise auf dem Weltmarkt bedrohen die Existenzgrundlage von Zehntausenden von Kleinbauern beispielsweise in Guatemala. Sie sind gezwungen, nach Alternativen zu suchen, beispielsweise in der Produktion von den bei uns in dieser Jahreszeit so überaus beliebten Weihnachtssternen. Probleme gibt es freilich auch hier. Andreas Boueke mit einer etwas anderen Reportage zur Advents- und Weihnachtszeit aus Guatemala.

Am Sonntagmorgen. Die Kunst des Alterns | All die Jahre wieder | 18. Dezember, 08.35 Uhr, DLF

"Damals, als Du so alt warst wie ich - wie war Weihnachten denn da?" will Enkel Max von seiner Großmutter wissen. Und die erzählt ihm von ihrem ersten Weihnachtsfest im Frieden - nach dem großen Krieg. Von politischen Plätzchen und skeptischen Kindern beim Krippenspiel. Oder afrikanischen Krippenschnitzern, die sich unter Bethlehem nicht wirklich etwas vorstellen können. So vertreibt sie ihm das Warten auf den Heiligen Abend: mit der Faszination, die im Rückblick das Fest auch für sie immer wieder neu gewonnen hat – all die Jahre wieder.

Gott und die Welt: Toleranz | Anatomie eines Begriffs | 18. Dezember, 09.04 Uhr, kulturradio

Wieweit ist die bundesrepublikanische Gesellschaft bereit, Bürger zu ertragen, die sich anders verhalten als die Mehrheit? Wie viel nicht-deutsches, sexuell abweichendes, politisch-radikales, künstlerisch-extravagantes oder sozial nicht integriertes Potential toleriert sie? Wie viel Gegensatz ist zumutbar? Ist die Nächstenliebe ein Fundament, das Deutschland immer noch trägt, aber nicht überlastet werden darf – oder ist sie nur ein kostenfreies Lippenbekenntnis? Wenn "das Maß voll ist", werden offenbar automatisch gewaltbesetzte Parolen wie die von der "Null-Toleranz" attraktiv. Wer etwas Unerträgliches öffentlich anprangert, wird dabei rasch zum Missionar: "Streit kommt daher, dass einer den anderen durch Gewalt zu seiner Ansicht bekehren will", sagte Mahatma Gandhi, Ikone der Toleranz. Aber auch das laissez faire, die grenzenlose Toleranz ohne wirkliches Interesse am anderen, führt in die Sackgasse. Johann Wolfgang Goethe bekräftigt: "Toleranz wirkt beleidigend, wenn sie nicht zur Anerkennung führt." Mona Motiramani hat Philosophen, Theologen und Querdenker zu einem Begriff befragt, der zumindest immer eines ist: anstrengend.

Camino: Wünsche, die der Himmel erfüllt | Ganz klar: Den Weihnachtsmann gibt es wirklich | 18. Dezember, 10.05 Uhr, hr2

Zum Weihnachtsfest werden Wünsche wahr. Nicht alle, aber manche. Vor allem die der Kinder. Geschenke gibt es auch zum Geburtstag. Oder mal so zwischendurch. Aber Weihnachten ist es anders mit den Geschenken. Dann kommen sie von oben, vom Himmel. Ausgeliefert vom schnellsten Mann der Welt, dem Weihnachtsmann. Oder werden die Geschenke vom Christkind gebracht, von Knecht Ruprecht oder dem Nikolaus? Und gibt es den Weihnachtsmann tatsächlich? Ja, sicher gibt es ihn – das wird in dieser Sendung zweifelsfrei bewiesen: mit Akribie und beweiskräftigen Ausschnitten aus amerikanischen Spielfilmen.

Glaubensfragen: Eine Sache des Herzens | Charles Dickens und seine Weihnachtserzählungen | 18. Dezember, 12.05 Uhr, SWR2

Charles Dickens war ein brillanter Schriftsteller. Er schuf unvergessene Charaktere, schilderte mit satirischem Biss gesellschaftliche Missstände und ließ seine Leser in gefühlvolle, oft märchenhafte Geschichten eintauchen. Seine Helden haben ein gutes Herz – oder bekommen es im Laufe ihrer Abenteuer. So wie der hartherzige Scrooge in "A Christmas Carol", Dickens’ bekanntester Weihnachtserzählung. Zwischen 1843 und 1848 schrieb er fünf große Weihnachtsgeschichten, später etliche kleinere. Und immer ging es ihm darum, die Herzen seiner Leser nicht nur zu gewinnen, sondern auch zu verändern.

Nahaufnahme: Kleine Leute, kleine Welten, kleine Götter | Erkundungen zur Tradition der neapolitanischen Weihnachtskrippe | 22. Dezember, 22.30 Uhr, Bayern2

Endstation Knast. Hier treffen sich Menschen, die sich schuldig gemacht haben und ihre häufig jahrelange Strafe "absitzen" müssen. Der Strafvollzug ist eine Institution, die autoritär strukturiert ist, Ordnung und Disziplin an Stelle individueller Freiheit setzt. Die Menschen, die hier gelandet sind, haben auch im christlichen Verständnis Schuld auf sich geladen, sie sind Sünder. Doch in vielen Fällen sind den Häftlingen diese christlichen Kategorien fremd. Sie glauben nicht an Gott. In ihrer Welt gibt es auch keine Kirche. Und doch kümmern sich in allen bayerischen Gefängnissen evangelische und katholische Seelsorger um die Häftlinge. "Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene", so steht es als christlicher Auftrag im Neuen Testament. In der engen und streng geregelten Welt einer Justizvollzugsanstalt braucht es Gelegenheiten zu persönlichen und menschlichen Begegnungen. Die Seelsorger begleiten die Häftlinge sowie ihre Angehörigen, feiern Gottesdienste hinter Gefängnismauern und stehen ein für einen Neuanfang, der jedem Menschen möglich ist. Anders ausgedrückt heißt das Stichwort schlicht "Resozialisierung". Dahinter verbirgt sich die Vorstellung, dass der Gefangene zukünftig ein straffreies Leben führen kann. Doch die Seelsorger erleben auch, dass viele Häftlinge realistisch gesehen noch nicht einmal "sozialisiert" sind. Wir sprechen mit den beiden Seelsorgern der JVA Landsberg, begleiten sie bei ihrer täglichen Arbeit und spüren nach, wie die christliche Botschaft Gitter überwinden kann.

Gott und die Welt: In Erwartung | Beobachtungen vor der Ankunft | 24. Dezember, 09.04 Uhr, kulturradio

Kein roter Teppich wurde für den hohen Gast ausgerollt, das himmlische Kind musste sich mit einer Futterkrippe als Bettchen begnügen. Es waren Hirten, die zuerst von der Geburt Jesu erfuhren – das Begrüßungskomitee der armen Leute machte sich auf den Weg, später kamen auch Könige zum Antrittsbesuch ... Täglich treffen Menschen Vorbereitungen für die Ankunft von jemandem, der ihnen ganz besonders wichtig ist. Anne Winter hat einige von ihnen aus der Nähe beobachtet. Voller Vorfreude richten zukünftige Eltern das Kinderzimmer her. Der Protokollchef prüft die Details für den würdevollen Empfang eines hochrangigen Auslandsbesuchers. Aber das Warten auf Ankunft kann auch verstörend sein: Wenn der Partner durch kleine oder große Katastrophen verschollen ist – und sich die Hinterbliebenen nach dem Tag sehnen, da die Ungewissheit ein Ende hat. Die Ankunft – nicht immer, aber oft ein Happy-End nach einer Zeit der Erwartung.

Lebenswelten: Hier und da ein Engel | Die Weihnachtsgeschichte in Bibel und Koran | 25. Dezember, 06.05 Uhr / 17.05 Uhr, NDR Info

Der Tübinger Theologe Karl-Josef Kuschel hat die "Weihnachtsgeschichten" in der Bibel und die im Koran untersucht und weist auf viele Gemeinsamkeiten hin - und auf grundlegende Unterschiede. Als Professor für "Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs" sieht er in einer Auseinandersetzung mit "Weihnachten" in Bibel und Koran einen "Gewinn an interreligiöser Dialogkompetenz" im anzustrebenden Gespräch zwischen Christen und Muslimen über Grundfragen ihres Glaubens: "Wie viel an Friedenspotential könnte aktiviert werden, wenn Christen und Muslime begännen, miteinander ihre ‚Heiligen Schriften’ zu studieren, um Übereinstimmungen und Unterschiede zu erkennen und gesprächsfähig zu machen".

FeierTag: Das Wunder der Weihnacht | 25. Dezember, 07.30 Uhr, DRkultur

Zu Weihnachten feiert die Christenheit die Menschwerdung Gottes. Diese Feier hat eine erstaunliche Ausstrahlung. Selbst Menschen, die dem Glauben an Gott fern stehen, fühlen sich von der eigenartigen Menschlichkeit der Weihnachtsgeschichte angezogen. Sie feiern Weihnachten als ein Fest, das einprägt, worauf es im Leben eines jeden Menschen eigentlich ankommt. Die Feiertag-Sendung von Wolf Krötke meditiert den Sinn und die Problematik der Weihnachtsatmosphäre, die das "Wunder der Menschwerdung Gottes" gerade heute auslöst.

Katholische Welt: Dialog oder Konfrontation? | Das Christentum im Streit mit den Weltreligionen | 25. Dezember, 08.00 Uhr, Bayern2

Seit Jahren hat es den Anschein, als werde die Position des Christentums in der westlichen Welt stetig schwächer. Mit der Folge, dass andere Religionen erstarken und in das entstehende Vakuum eindringen. Ein markantes Beispiel dafür bietet der Islam, der sich jedoch seinerseits durch fundamentalistisch-aggressive Varianten verdächtig macht. Die These vom "Kampf der Kulturen" ist allseits bekannt. Dieser Kampf wird zwar teilweise politisch ausgefochten. Aus der Sicht der westlichen Welt wird zugleich aber eine geistige, philosophisch-theologische Auseinandersetzung zwischen dem Christentum und den anderen so genannten Weltreligionen immer dringender. Kurt Hübner, dessen Buch "Glaube und Denken" vom deutschen Feuilleton als ein epochales philosophisches Ereignis gefeiert wurde, lässt sich auf diese Auseinandersetzung ein. Er hebt den aus seiner Sicht schwerwiegenden Irrtum auf, dass Religion in der modernen Welt ihre Daseinsberechtigung bereits eingebüßt habe. Als Ergebnis seiner Studien lehnt Hübner den heute gängigen Relativismus ab und zeigt, wie das Christentum gegenüber anderen Religionen tolerant sein kann, ohne die eigenen Überzeugungen bis zur Unkenntlichkeit zu verleugnen.

Evangelische Perspektiven: Alles hat seine Zeit | Vom Rhythmus des Lebens | 25. Dezember, 08.30 Uhr, Bayern2

Weihnachten als Zeitenwende und als Wende der Zeit: Das Fest markiert einen Einschnitt wie kein anderes. Christi Geburt gilt als das Jahr Null. Der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Einer neuen Epoche. Eines neuen Atems. Außerdem wechselt an Weihnachten das Jahr vom Vergehen zum Werden. Die Wintersonnenwende lässt die Tage wieder länger werden. Christus erscheint als die unbesiegbare Sonne: "Brich an du schönes Morgenlicht und laß den Himmel tagen" heißt es in einem Weihnachtslied. Das Fest und sein tiefer Symbolgehalt ist Ausgangspunkt und Basis der Sendung, um über den Rhythmus des Lebens nachzudenken. Denn, heißt es, alles Leben sei Bewegung und Stillstand bedeute den Tod. Bewegung aber ist verbunden mit Rhythmus. Er gliedert sie, strukturiert sie. Die Sendung erzählt davon und davon, wie die Schöpfung und die Geschöpfe ihrem eigenen Rhythmus folgen. Alles hat seine Zeit: Wer sich mit dem Rhythmus des Lebens beschäftigt, befasst sich mit Mythen und Symbolen um Vergehen und Werden. Weihnachten steht dabei im Zentrum des Werdens – für Christen ein Werden, das endgültig ist.

Gott und die Welt: Mandeln, Maus und Monitor | Technikträume unterm Weihnachtsbaum | 25. Dezember, 09.04 Uhr, kulturradio

Der typische deutsche Weihnachtsbaum ist eine Nordmanntanne, und meist liegt jede Menge technisches Gerät darunter: Computerspiele für die Kinder, Digitalkamera und DVD-Player für die Eltern und ein Handy für Oma und Opa – damit sie endlich mal erreichbar sind. Dahinter verbergen sich vielfältige Hoffnungen auf ein besseres Leben. Alles soll leichter und schöner werden. Wir möchten uns noch besser unterhalten lassen, noch enger mit unseren Mitmenschen in Kontakt treten, unsere Bedürfnisse noch schneller befriedigen. Die weihnachtliche Hoffnung auf den Menschensohn scheint längst der Hoffnung auf bessere Elektronik gewichen zu sein. Doch ist der Glaube an die Technik heute noch gerechtfertigt? Rauben uns die zahlreichen Geräte nicht viel zu viel Zeit und Nerven? Entfernen sie uns vielleicht sogar voneinander, anstatt uns zu verbinden.

Glaubensfragen: Was hat die Hilfsbereitschaft gebracht? | Eine Bilanz der Tsunami-Hilfe ein Jahr nach der Katastrophe | 25. Dezember, 12.05 Uhr, SWR2

Noch nie ist in Deutschland so viel gespendet worden wie nach dem Seebeben in Südostasien. Rund 450 Millionen Euro haben die Hilfswerke an Spenden eingenommen. Dazu kamen 500 Millionen Euro an öffentlicher Entwicklungshilfe. Was hat die Hilfe bewirkt? Konnte so viel Geld in kurzer Zeit sinnvoll genutzt werden? Welche Nebenwirkungen hat die gut gemeinte Solidarität gehabt? Eine Reportage von der Küste Südindiens.

Katholische Welt: "Wir vergeben und bitten um Vergebung" | 40 Jahre nach dem Briefwechsel der polnischen und deutschen Bischöfe | 26. Dezember, 08.00 Uhr, Bayern2

Es ist noch nicht ganz gelungen, die tief sitzenden gegenseitigen Vorurteile zu durchbrechen, meinen einstimmig die Bischöfe Josef Homeyer aus Hildesheim und Alfons Nossol aus Opole. Aber der Briefwechsel zwischen den polnischen und den deutschen Amtsbrüdern vor 40 Jahren war für sie ein entscheidender Schritt auf dem gemeinsamen Weg der deutsch-polnischen Beziehungen in der modernen Nachkriegsgeschichte. Am Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils überreichten polnische Bischöfe ihren deutschen Amtsbrüdern einen Brief, der mit dem Satz endete: Wir vergeben und bitten um Vergebung. Was hat sie dazu bewogen? Wie konnte ein solch gewagter Schritt mitten im Kalten Krieg erfolgen? Wie war die gemeinsame Wahrnehmung der Polen und der Deutschen zum damaligen Zeitpunkt? Zeitzeugen wie Bernhard Vogel, Hansjakob Stehle, Tadeusz Mazowiecki, Wladyslaw Bartoszewski und andere versuchen die Hintergründe der damaligen Versöhnungspolitik zu erklären. Und was ist aus ihr heute geworden? Sind die gegenwärtigen deutsch-polnischen Beziehungen angespannt oder eher normal? Was ist vom Geist des Konzils und der Versöhnungsgeste der Bischöfe heute noch übrig geblieben?

Gott und die Welt: Und es waren Hirten auf dem Felde … | 26. Dezember, 09.04 Uhr, kulturradio

Der "gute Hirte", ist das Leittier, dem alle – wenn nötig – blind folgen können. Ein glaubwürdiges Vorbild. Er kümmert sich um das leibliche und seelische Wohl seiner Schafe. Schlechte Hirten gibt es überall: in der Politik, der Wirtschaft, der Kirche, an den Schulen. Schlechte Hirten sind hilflose Hirten. Sie sind gleichgültig gegenüber den Bedürfnissen ihrer Herde. Schafe, die einem Hirten folgen, haben es leichter. Natürlich ist es bequemer, sich führen zu lassen, als selbst die Richtung zu finden. Aber wer geführt wird, gibt einen Teil seiner Freiheit auf. Christiane Ohlsen hat die Arbeit von echten Schafhirten und echten Oberhirten aus der Nähe beobachtet.

Glaubensfragen: Mit dem Heiligen Geist in ein besseres Diesseits | Der Erfolg der Pfingstkirchen in Lateinamerika | 26. Dezember, 12.05 Uhr, SWR2

Ihre Gottesdienste gleichen Glitzer-Shows, die Anhänger sind erfüllt vom Heiligen Geist, die Pfarrer predigen eine rigorose Moral und verheißen den sozialen Aufstieg. Die Pfingstkirchen in Lateinamerika ziehen jedes Jahr Millionen neue Gläubige in ihren Bann und machen den etablierten Kirchen des Subkontinents Konkurrenz – vor allem in den Elendsvierteln. Die katholischen Bischöfe Mittel- und Südamerikas kritisieren den naiven Wunderglauben der Pfingstkirchen, ihr magisches Denken und ihre Patentrezepte für Erfolg, Wohlstand und Gesundheit. Doch allmählich setzt ein Umdenken ein: Neben religiösem Fanatismus wird bei den Anhängern vieler Pfingstkirchen auch eine tiefe Frömmigkeit wahrgenommen.

"Niemand hat mir gesagt, dass es so weh tut" | Weiterleben nach dem Tsunami | 26. Dezember, 18.05 Uhr, Bayern2

Für die meisten hierzulande war es eine von vielen Schreckensmeldungen: die Nachricht, dass eine Welle weite Teile Asiens am 26. Dezember 2004 überflutet hat. Für einige tausend Menschen in Deutschland, unmittelbar Betroffene und Angehörige, hat diese Nachricht ihr Leben verändert. "Niemand hat mir gesagt, dass es so weh tut. Und niemand sagt mir, wie ich damit umgehen kann. Nicht umgehen, wie ich damit leben soll", erzählt eine Frau, der die Flutwelle die Familie genommen hat. Zerstörte Lebenspläne, das Leben an sich in Frage gestellt. Was empfinden Menschen, wenn sie ein solcher Schicksalsschlag trifft? Was unternehmen Sie, um ihren Schmerz zu bewältigen, vielleicht sogar so etwas wie Freude am Leben wiederzugewinnen? Cornelia Klaila und Tilmann Kleinjung begleiten Menschen bei ihrem langen mühsamen Weg zurück ins Leben. Sie erzählen, wie sie das Jahr 1 nach der Katastrophe erlebt, überlebt haben - mit ihren Erinnerungen an die Vergangenheit, in der brutalen Gegenwart und bei den ersten Gehversuchen in die Zukunft.

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