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Sterbende Menschen liebevoll betreuen
Bischof Friedrich vor Landessynode zu sozialen Aufgaben der Kirche
Kirche und Diakonie müssen sich nach Überzeugung des bayerischen Landesbischofs Johannes Friedrich ihre Angebote stärker nach den Bedürfnissen einer alternden Gesellschaft ausrichten. Dazu gehöre als Aufgabe der kirchlichen Sozialarbeit, sich der wachsenden Zahl demenzkranker Menschen anzunehmen, sagte der Bischof am Montag vor der im oberfränkischen Bad Alexandersband tagenden Landessynode. Außerdem müsse die Einordnung von Demenz-Kranken in die einzelnen Pflegestufen überdacht werden, forderte Friedrich in seinem Bericht. Zurzeit werde ein dementer Patient, der körperlich keine auffälligen Gebrechen aufweist, in die "niedrigste Pflegestufe" eingruppiert. Eine derartige Eingruppierung entspreche jedoch nicht der benötigten Hilfe für diesen Patienten.
Ein weiterer Schwerpunkt von Kirche und Diakonie müsse eine bessere Betreuung sterbender Menschen sein, sagte der Bischof vor dem Kirchenparlament der 2,7 Millionen bayerischer Protestanten. Viele Menschen hätten deshalb Angst vor dem Sterben, weil sie befürchten, ohne "liebevolle Begleitung" sterben zu müssen. Deshalb sollte die Hospizarbeit und Palliativmedizin, die Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt medizinisch betreut, weiter ausgebaut werden. Die bayerische Landeskirche habe deshalb eine Evangelische Stiftung Hospiz gegründet, die sich aus Spenden von Privatpersonen speist.
Zum Schwerpunktthema Diakonie werden die 108 Synodalen, die noch bis Donnerstag in Bad Alexandersband tagen, ein "Diakoniegesetz" verabschieden, das die Beziehungen von Kirche und Diakonie neu regeln soll. In Bayern zählt die Diakonie rund 3.500 soziale Einrichtungen mit mehr als 43.000 Beschäftigten.
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