Das aktuelle Stichwort: Diakonie
Mit "Diakonie" werden die sozialen Einrichtungen des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirche bezeichnet. Allein in Bayern zählen dazu knapp 3.500 Einrichtungen, in denen sich mehr als 43.400 hauptamtlichen Mitarbeiter um alte, kranke, behinderte, junge und sozial benachteiligte Menschen kümmern. Diese diakonische Arbeit ist das Hauptthema der Frühjahrsversammlung der bayerischen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bad Alexandersbad, die am Sonntag beginnt und dort bis zum 30. März tagt.
Der aus dem Altgriechischen stammende Begriff "Diakonia" bedeutet "Dienst". Er gehört neben dem Zeugnis und der Gottesdienstgestaltung zu den entscheidenden Wesensmerkmalen der Kirche. Weil im christlichen Menschenbild der Glaube an Jesus Christus und praktizierte Nächstenliebe zusammen gehören, leisten diakonische Einrichtungen vielfältige Dienste am Menschen.
Als bundesweiter Verband steht das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW EKD) mit Sitz in Stuttgart an der Spitze der 24 Landesverbände der Landeskirchen. In etwa 27.000 selbstständigen Einrichtungen arbeiten mehr als 450.000 Frauen und Männer.
Die Geschichte der organisierten Diakonie begann 1848, als der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern (1808 - 1881) beim Wittenberger Kirchentag das Programm der Inneren Mission gegen geistliche und materielle Armut sowie soziale Not entwarf. Neben der Arbeiterwohlfahrt, der Caritas, dem Rotes Kreuz, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und dem Zentralverein der Juden zählt die Diakonie zu den sechs großen freien Wohlfahrtsverbänden in Deutschland.
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