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Aids-Gefahr nicht unterschätzen
Diakoniepräsident Ludwig Markert zum
Welt-Aids-Tag
Von
EPD Bayern
Nürnberg - Auf die fortdauernde Gefährdung durch Aids
hat der Präsident des Diakonischen Werks Bayern, Ludwig
Markert (Nürnberg), aus Anlass des heutigen Welt-Aids-Tages
hingewiesen. "Bayern ist keine Insel der Seligen, auf der
das Thema keine Rolle mehr spielt", erklärte er am Montag
in Nürnberg. Er verwies auf Zahlen des
Robert-Koch-Instituts (Berlin), wonach die Zahl der
Neuinfektionen in Deutschland im vergangenen Jahr wieder
leicht zugenommen habe.
Markert warnte davor, durch Kürzungen im
Gesundheitsbereich die Arbeit der Aids-Beratungsstellen zu
gefährden. Auch für Bayern gelte: "Vergessen ist ansteckend
und möglicherweise tödlich." Um so wichtiger seien die
Beratungsstellen: "Jeder Cent, der bei der Prävention
eingespart wird, wird später ein Vielfaches an Kosten
verursachen."
Obwohl dank des medizinischen Fortschritts eine
HIV-Infektion nicht mehr zwangsläufig zum Tod führe,
bräuchten die Betroffenen angesichts der sozialen Folgen,
der psychischen Belastung und der Nebenwirkungen der
Medikamente intensive Begleitung, betonte der
Diakoniepräsident. So habe die Beratungsstelle der Diakonie
in Oberfranken im Jahr 2002 die zweithöchste Beratungszahl
seit ihrer Gründung 1988 verbucht.
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