Markgrafenkirche wieder eingeweiht
Von
EPD Bayern
Wassertrüdingen - Nach fast einjähriger Innenrenovierung ist
am Sonntag in Wassertrüdingen (Kreis Ansbach) die
evangelische Stadtkirche zur Heiligen Dreieinigkeit wieder
eingeweiht worden. Regionalbischof Helmut Völkel würdigte
dabei die "schnörkellose Erhabenheit" des Sakralbaus und
das Gottvertrauen des Kirchenvorstands bei der
Finanzierung. Er erinnerte an die vielen Menschen, die in
der Kirche Kraft und Trost gefunden hätten und die
herausragende Bedeutung des Gotteshauses für die
Wassertrüdinger Altstadt und die Touristen der
Erholungsregion Hesselberg.
Die spätbarocke Markgrafenkirche war vor über 260 Jahren
nach Plänen des Wassertrüdinger Hofbaumeisters Johann David
Steingruber errichtet worden. Für die Renovierung brachte
die Gemeinde rund 290.000 Euro und der Freistaat Bayern
225.000 Euro auf. Dekan Johannes Lösch würdigte das große
ehrenamtliche Engagement der Gemeinde. Er verwies darauf,
dass die ehemaligen Hofkirchen des Markgrafen von Ansbach
vor allem dann ihren Glanz entfalteten, wenn sie mit
Menschen gefüllt seien.
Geld für das Projekt hatte die Gemeinde unter anderem
bei einem "Baustellengottesdienst" mit anschließendem
Gemeindefest aufgebracht. Dabei wurde eigens für diesen
Zweck gebrautes Bier in original "Trüdinger
Kirchenrenovierungskrügen" ausgeschenkt. Bürgermeister Hugo
Pelcer appellierte bei der Einweihung unter Beifall an das
Staatliche Hochbauamt, nun so rasch wie möglich die
Außenrenovierung folgen zu lassen. Zumindest die
Turmzwiebel soll im kommenden Jahr saniert werden. Mit der
Innenrenovierung wurde auch die Orgel der Kirche gründlich
überholt.
|