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Liebe Leserinnen und liebe Leser,
in seiner traditionellen Pressekonferenz zum Jahresanfang hat der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich einen intensiveren Dialog mit muslimischen Mitbürgern angeregt. Um gegenseitige Vorurteile abbauen zu können, sollten die evangelischen Gemeinden Kontakt mit ihren muslimischen Nachbarn aufnehmen. Dabei bieten sich Besuche der Moscheen oder die Teilnahme an Festen an, nannte der Bischof als Beispiele. Mit deutlichen Worten wandte sich der Bischof im Münchner Presseclub gegen die "menschenverachtende" Praxis der türkischen Zwangsehen. Immer noch würden "zahllose" jungen Frauen zur Heirat mit einem Ehemann, den sie vorher noch nie gesehen haben, nach Deutschland geschickt. Diese Frauen müssten dann in vielen Fällen völlig isoliert in ihrer neuen Heimat leben.
Die Fußball-WM wirft inzwischen auch für die Kirchen ihre Schatten voraus. Wie Bischof Friedrich ankündigte, wird zur Eröffnung der WM am 9. Juni ein großer ökumenischen Gottesdienst im Münchner Dom stattfinden. Während der WM wird es laut Friedrich ein kirchliches Angebot für die Gäste aus aller Welt geben. Dabei sollen kleine Teams an zentralen Stellen in München, wie Flugplatz, Hauptbahnhof oder Marienplatz, den Fußball-Fans mit Informationen und Hilfe zur Seite stehen. Außerdem wird die Kirche in besonderen Räumen Gelegenheit für Seelsorge und persönliche Gespräche bieten.
Die EPV-Online-Redaktion
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28.01.2012
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